
Zensur - Ich habe den Ninja 1981 gelesen, in der deutschen Erstauflage (Heyne Taschenbuch). Es hat mich umgehauen! Ein Freund von mir, aktiver Win Chung Praktizierer, war von meiner Begeisterung für das Buch angesteckt worden. Ich habe es ihm geliehen. Großer Fehler! Ich bekam es zerfleddert zurück, es war in zwei Teile zerbrochen (Taschenbuch, zwei Häflten!) Vor Wut habe ich mir ein neues gekauft. Das aber habe ich nicht sofort gelesen, sondern es in den Schrank gestellt. Als ich es dann 1 Jahr später mal wieder gelesen habe, beschlich mich ein Zweifel: Irgendwie hatte ich die Geschichte anders in Erinnerung! Also die zerfetzte Version rausgeholt und verglichen: Brutale Zensur!!!!!!!! Die Fassung 2. Auflage ab 1980 ist nur noch ein Schatten des Originals! Alle Kampfszenen, alle erotischen Szenen, alle entscheidende Szenen waren entweder verstümmelt, verkürzt oder einfach weg!
bedingt empfehlenswert - Das Buch Der Ninja von Lustbader ist sicherlich kurzweilig geschrieben worden. Der Autor vermittelt im Laufe der Erzählung tatsächlich so etwas wie einen Einblick in die japanische Kultur. Die Kampfszenen und die Erotik liefern insgesamt eine gute Mischung. Allerdings springt mir der Autor zwischen den einzelnen Szenen zu oft hin und her, so daß mir manchmal der rote Faden abhanden gekommen ist. Außerdem ist das sprachliche Niveau nicht wirklich überragend, wobei man das von einem Thriller/Krimi auch nicht unbedingt erwarten muß. (Pardon, aber ich hatte zuvor Kafka gelesen. Der Wechsel im sprachlichen Niveau löste bei mir fast einen Kulturschock aus.)Die Charaktere im Buch bedienen die Klischee-Vorstellungen des Massengeschmacks, dafür sind die Dialoge durchaus brauchbar. Z.B. verhalten sich der Leutnant der Polizei und der eiskalte Wirtschaftsboss so, wie man es ím allgemeinen erwarten würde. Mir persönlich sind die Charaktere zu oberflächlich dargestellt worden. Das Ende des Romans wird nach gut der Hälfte erahnbar.
Martial Arts in Buchform. Es funktioniert! - Der beste Roman, den ich zum Thema Martial Arts gelesen habe. Dabei ist dieses Genre, egal ob als Buch oder Film, nicht so mein Fall. Dementsprechend lang hat das Buch ungelesen in einem meiner Regale gestanden. Zu Unrecht. Der Roman ist sehr spannend geschrieben, man erhält viele Hintergrundinfos zur Kultur der Ninjas und ein Schuss Erotik ist auch dabei. Das Buch ist von 1981 aber in einer neuen Auflage zur Zeit wohl noch erhältlich. Ich kann es empfehlen!
Mystisch und spannend - Der Ninja ist zweifelsfrei ein fantastisches Buch, in welchem der Autor es versteht mystische und kampfkünstlerische Aspekte mit der modernen welt zu verbinden und so einen zugleich spannenden und magischen Krimi zu erschaffen.
Anfang einer Sucht - Für mich der Klassiker der neuen fernöstlichen Thriller.Nicolas Linnear, aufgewachsen im Nachkriegsjapan als Sohn eines britischen Besatzers ( japanischer als die meisten Japaner im Denken und Leben) und einer Mutter aus altem japanisch/chinesischem Geschlecht. Ausgebildet in den bekannten und unbekannten Kampfkünsten des fernen Ostens, trifft in den USA auf westliches Leben und Denken.Nicht nur ein Schatten der Vergangenheit, sondern ein Ninja aus Fleich und Blut bedroht einen Großunternehmer.Stoppen kann diesen nur Nicholas mit seinem Freund von der Polizei und der Tochter des Unternehmers an seiner Seite.Spannung gepaart mit Erotik und einem tiefen Verständnis des fernen Ostens, seiner Denkweise in Vergangenheit und Gegenwart, lassen den Leser nicht aus seinen Fängen.Dieses Buch war der Angang der Sammlung der Bücher E. van Lustbaders und anderer ( Marc Olden, David Chaney ...)Würden 6 Sterne verliehen, dises Buch bekäme sie von mir.Viel Spass beim Lesen