Krimis-Thriller-Bücher : Der Tod ist nur der Anfang. Ein James-Bond-Roman

Der Tod ist nur der Anfang. Ein James-Bond-Roman

EUR 12,95


Emotional anders?! - 007 - die Kennung für den wohl bekanntesten fiktiven Geheimagenten in Literatur und Film. Der britische Schriftsteller Ian Fleming ist der Vater des Agenten mit der Lizenz zum Töten, und dieser Geheimdienstler hat schon längst einen Kultstatus erreicht und ist zu einer popkulturellen Ikone ganzer Generationen geworden.Anders als in den Filmen ist der literarische James Bond ein normaler Mensch, verletzbar, kein Übermensch, mit vielen Schatten auf seiner Seele, ab und an verzweifelt, er ist ironisch, sarkastisch und teils auch verbittert, was dieser Figur eine gewisse Tiefe in der Charakterisierung ermöglicht.1964 verstarb Ian Fleming in der Grafschaft Kent. Er schrieb zwölf James-Bond-Romane und neun Kurzgeschichten. Interessant ist, dass Ian Fleming im Zweiten Weltkrieg bei der britischen Marine im Nachrichtendienst tätig und somit faktisch selbst ein Spion war.Jetzt ist James Bond zurück: Der von der Erbengemeinschaft Flemings dafür berufene Autor Sebastian Faulks hat den ersten neuen Roman Der Tod ist nur der Anfang veröffentlicht.InhaltJames Bond ist sowohl psychisch als auch physisch angeschlagen, und M verurteilt den Agenten zu einer dreimonatigen Pause. In diesem Urlaub soll Bond zu Kräften kommen und sich Gedanken über seine Zukunft machen, zu vieles hat er schon erlebt und gesehen, viel mehr, als einem Menschen zumutbar wäre, und seine körperlichen Narben sind nicht die einzigen Spuren, die ihn zweifeln und grübeln lassen.Doch M ruft James Bond wieder zurück, um einen gefährlichen Auftrag zu übernehmen: Der hochgebildete, charismatische Dr. Julius Gorner hat vor, das britische Königreich mit Drogen zu überschwemmen, um die schon von sich aus instabile und gefährliche politische Lage inmitten des Kalten Krieges weiter zu gefährden. James Bond verfolgt Gorner durch den Orient bis nach Russland, die Jagd endet, wo sie begann: in der französischen Metropole Paris. Auf dieser Schnitzeljagd wird er wie immer unterstützt von einer schönen, bezaubernden Frau mit eindrucksvollen Eigenschaften und erhält tatkräftige Hilfe durch Rene Mathis und seinen verkrüppelten Kollegen und CIA-Agenten Felix Leiter.KritikSebastian Faulks schreibt zwar als Stimme von Ian Fleming, er ist es jedoch nicht. Das Rezept ist zwar das gleiche geblieben, aber der Geschmack ein wenig fade. Inmitten eines Szenarios der 60er Jahre bedient sich Faulks legitimer Mittel, um James Bond so zu konzipieren, wie Fleming ihn geschaffen hatte. Diese Basis des Romans ist leicht erkennbar und führt zu aus heutiger Sicht eher beschmunzelnswerten Anachronismen. Die Geschichte ist für heutige Leser eher nostalgisch und nicht mehr zeitgemäß, die 60er Jahre und der damalige Kalte Krieg sind schon lange Geschichte, und wenn man dann von schlechten Funkübertragungen lesen muss oder der Suche nach einer Telefonzelle, vom Nichtvorhandensein neuer und uns vertrauter Medien ganz zu schweigen, so wirkt das Gelesene allzu irreal und in der Zeit verloren.Historische Momente werden auch in Der Tod ist nur der Anfang integriert: Vietnam, der Kalte Krieg, die Spannungen zwischen West und Ost. Die üblichen Klischees weichen nicht von denen eines beliebigen vorhergehenden James-Bond-Romans ab. Sicherlich passt das in die Handlung und zur Erwartungshaltung treuer Flemming-Leser, aber die Story wirkt dadurch noch vorhersehbarer, als sie ohnehin schon ist. Etwas individueller hätte die Geschichte schon sein können, denke ich da beispielsweise an den letzten Film Casino Royale zurück, so nenne ich das wohl eine gelungene Adaption der Thematik.Dr. Julius Gorner ist der traditionelle Bösewicht. Wie so viele Kontrahenten, weist er ein körperliches Manko auf, aber sein Intellekt ist maßlos durch- und übertrieben. Auch hier fehlt nicht der tödliche Handlanger und Diener der Bond verletzen, foltern und verprügeln darf. Hinzu kommen noch die haarsträubenden Nebenhandlungen, die völlig überflüssig zu sein scheinen. Nun, vielleicht war es notwendig, verschiedene Actioneinlagen einzubauen, um der Handlung ein wenig Spannung beizumengen. Die Logik bleibt dabei jedoch gänzlich auf der Strecke und überlässt überflüssig brutalen Morden die Arena.Ein Duell zwischen Bond und Gorner gibt es selbstverständlich auch, diesmal ist die Waffe aber kein vergoldeter Colt, sondern ein Tennisschläger, und der Schauplatz ist nicht die Karibik oder der Pokertisch, sondern ein Tennisplatz. Dieses Match gehört allerdings zum Spannendsten, was die Handlung überhaupt zu bieten hat.Die charakterliche Tiefe der Protagonisten lässt indes zu wünschen übrig, und ihre Motivationen sind überhaupt nicht nachvollziehbar. Derlei Einsprengsel helfen der Handlung nur dabei, inhaltliche Lücken zu schließen, um langsam und angeschlagen dem Ende der Geschichte entgegenzuhumpeln.FazitSebastian Faulks hat seinen Standard-Leitfaden für einen typischen James-Bond-Roman ganz nach Lehrbuch umgesetzt. Nach langem Hin und Her wird der Mythos James Bond mit dem Ergebnis dieser Arbeit nicht weiterentwickelt und stellt keine literarische Bereicherung dar. Der Tod ist nur der Anfang wirkt letztendlich seelenlos. Sebastian Faulks Motivation, in die Fußstapfen eines Ian Fleming zu treten, mag in den Augen der Erbengemeinschaft erfolgreich umgesetzt worden sein, doch bedarf es mehr Mut und Individualismus, um den Mythos modern und zeitgemäß fortzusetzen und neu aufzubauen. Der Tod ist nur der Anfang dagegen ist so unterkühlt wie ein Martini, und der Leser fühlt sich eher geschüttelt als gerührt.Der AutorSebastian Faulks wurde 1953 in Newbury geboren. Er studierte Literatur und Geschichte in Cambridge und arbeitete danach als Journalist. Seit 1991 ist er freier Schriftsteller. 1995 wurde er bei den British Book Awards zum Autor des Jahres gewählt und zählt seitdem zu den angesehensten britischen Autoren. Zu seinen Werken zählen das verfilmte Die Liebe der Charlotte Gray, Das Narrenalphabet und Die Traumtänzer. 2006 beauftragten ihn die Erben Ian Flemings, eine offizielle Fortsetzung der James-Bond-Reihe zu schreiben. Sebastian Faulks lebt mit seiner Familie in London.Originaltitel: Devil May CareÜbersetzung: Jürgen Bürger351 Seiten, kartoniertISBN-13: 978-3-453-26602-5Michael Sterzik

Ein echter James-Bond-Thriller - James Bond macht Zwangsurlaub und denkt ernsthaft darüber nach den aktiven Dienst zu quittieren. Doch da wird er unversehens nach London gerufen. Der grauenvolle Mord an einem Gangster in Paris trägt die Handschrift eines mächtigen Verbrechers namens Gorner, der Großbritannien vernichten will. James Bond fliegt nach Persien, in das Herz von Gorners Verbrecherimperium und einer Fabrik, welche Drogen herstellt, um das britische Empire zu vernichtenMein Name ist Bond! James Bond!Nach langer Zeit erscheint nun endlich wieder ein offizieller Roman im Stile eines Ian Fleming, mit dem bekanntesten Geheimagenten der Welt. Autor Sebastian Faulks und der Verlag haben sich sichtlich Mühe gegeben, sowohl die Roman- als auch die Filmfans zufrieden zu stellen. Der Roman beginnt mit einem alten Bekannten Bonds, Rene Mathis, der über den Mord an dem Gangster informiert wird. Anschließend richtet sich der Fokus auf 007 selbst. Wie nach einer derart langen Pause üblich, hat sich James Bond verändert. Er denkt über sein bisheriges Leben und seine Zukunft nach und überlegt, was er wirklich will. Bevor er allerdings seinen Ruhestand genießen kann, muss er abermals an die Front. Und hier bekommt es der smarte Geheimagent mit einem typischen Fall zu tun. Ein mächtiger und intelligenter Verbrecher, vom Hass getrieben, will die Welt in Chaos stürzen. Eine schöne Frau unterstützt den Helden und eine menge gefahrvoller Abenteuer versprechen Action pur. Im Gegensatz zu den Filmen gibt es weitaus weniger Verfolgungsjagden, genau genommen nur eine, bei der James Bond nicht mal beteiligt ist, und auch nur wenige Gimmicks, wie beispielsweise ein Feuerzeug mit Narkosepfeilen. Dafür kommt es recht früh zu einer Begegnung zwischen Bond und seinem neuen Gegenspieler. Wie in einigen Filmen und Romanen messen die Kontrahenten ihre Kräfte in einem Spiel. Dieses Mal ist es Tennis und hier können die beiden Widersacher erstmals ihre Stärken und Schwächen abschätzen. Leider ist der Roman stellenweise sehr trocken geschrieben worden. Insbesondere die eben erwähnte Szene im Tennis ist angefüllt mit Fachwörtern und für den Laien in Bezug auf diesen Sport kommt schnell Langeweile auf, zumal der Roman hier auch einige der wenigen Schwächen im Lektorat und der Übersetzung aufweist. Dafür hat sich Sebastian Faulks sehr viel Mühe mit Ian Flemings Figur gegeben und an vielen Stellen im Buch erinnert sich Bond an frühere Gegner und Freunde, denen er im Laufe seiner Karriere begegnet ist. Zudem gibt es ein wiederlesen mit dem CIA-Agenten Felix Leiter, der bereits in Bonds erstem Fall, Casino Royale, mit von der Partie war. Äußerst gelungen ist auch die Beschreibung der Orte und der Zeitgeist der Handlung, denn Faulks Werk knüpft direkt an die Bücher von Ian Fleming an und spielt Ende der sechziger Jahre. Die Welt befindet sich mitten im kalten Krieg und Bond muss wieder einmal sein ganzes Können unter Beweis stellen, um Grenzen zu überwinden und ganz auf sich allein gestellt seinen Auftrag zu erfüllen. Eine ausführliche Karte auf Seite 6 erleichtert dem Leser die Orientierung.

Willkommen, Mr Bond. - Faulks -ein echter Literat- lässt Bond wieder in die 60s zurückkehren. Der Tod ist nur der Anfang spielt nach Der Mann mit dem goldenen Colt, also 69 oder so. Faulks hält sich schön an Flemings Vorlage und schreibt einerseits einen spannenden Spionageroman andererseits aber auch eine sehr liebevolle Parodie. So wissen wir ja, dass Bonds Lieblingessen Eier zum Frühstück sind. Ohne, dass es aufdringlich wirkt, lässt Faulks Bond im Laufe des Romans Unmengen an Eiern essen. So gibt es viele Anspielungen. Alles in allem macht das Buch viel Spaß. Klar sind bekannte Elemente drin, aber wir reden hier auch über einen Fleming-Roman.

Der Tod ist nur der Anfang... und das Buch ist nur langweilig - Ich habe mich auf das Buch gefreut wie ein Schneekönig. Endlich wieder ein neuer Bondroman. Als ich das Buch dann in Händen hielt habe ich gleich mit dem Lesen begonnen.Leider ist dieser Roman so furchtbar geschrieben, dass ich nach ein paar Seiten erstmal wieder das Lesezeichen reingesteckt habe und das Weiterlesen auf einen anderen Tag verschob.So ging es ein paar mal und heute habe ich beschlossen, dass ich vorerst nicht weiterlesen werde sondern mich anderen Romanen widme.Da ich nur einen Teil des Buches gelesen habe vergebe ich zwei Sterne und nicht einen aber DTINDA ist definitiv der schlechteste Bond-Roman, den es gibt.

Bester Nicht-Fleming-Bond-Roman - Ich fand den Roman gar nicht schlecht, ich finde er ist sogar der Beste Nicht-Fleming-Roman. Er war spannend, amüsant und unterhaltsam. Natürlich ist er nicht realistisch, aber wer erwartet das von einem James Bond Roman (oder Film?).Faulks behauptete in einem Spiegelartikel er habe viel Spaß beim schreiben des Buches gehabt, ich bin der Meinung man liest das beim Roman heraus.Ich fand es gut, dass der Roman nach dem Mann mit dem goldenen Colt einsetzt und die diversen Anspielungen auf andere Romane waren passend.Anmerkung: Nicht alle Fleming-Romane sind wirklich gelungen (selbst Casino Royale ist nur Mittelmaß).




Der Tod ist nur der Anfang. Ein James-Bond-Roman