
Sie war die Größte - Dieses Buch ist ein wahrer Schatz für alle Christie-Fans. Es liest sich wie ein Roman, ist unglaublich spannend und kenntnisreich geschrieben. Eine Lektüre, die man im Abstand von ein paar Jahren, immer wieder zur Hand nehmen kann, denn kaum jemand hat sich so gewitzt, mit so viel Humor und Tapferkeit durch ein nicht immer leichtes Leben geschlagen wie Agatha. Sie war eine Pragmatikerin und ein großer Geist in einem, ein Genie mit Bodenhaftung und sie hatte ein großes, warmes Herz - es muss großartig gewesen sein, sie gekannt zu haben. Von der Literaturkritik (zu Unrecht) belächelt, halte ich sie für eine der besten Autorinnen des vergangenen Jahrhunderts. Ihre Lebensgeschichte ist genauso faszinierend wie ihre Romane.
Wie ein Roman! - In dieser Autobiographie beschreibt Agatha Christie nicht nur ihr - teilweise - hochinteressantes Leben, es ist auch gleichzeitig ein wunderbares Abbild der damaligen Zeit.Natürlich hat eine AUTObiographie immer einen subjektiven Blickwinkel, aber das weiß man ja vorher - und es schmälert das Lesevergnügen nicht ein bißchen!Amüsante, informative und spannende Unterhaltung!
Die Autobiografie der Miss Marple-Erfinderin - Als ich die ersten fünfzig bis hundert Seiten von „Meine gute alte Zeit las, hatte ich das Gefühl, dass Agatha Christie lauter weiße Seiten vor sich hätte, sich vorgenommen hatte, jetzt ihr Leben aufzuschreiben, aber nicht genau wusste, wie sie dies genau bewerkstelligen wollte. Das Geschriebene wirkte auf mich gestelzt - etwas, das mich aufgrund ihres Schreibstils, den sie in ihren Krimis benutzte, erstaunt hat. Ich hatte beim Lesen die Autorin vor Augen wie ein Schulkind, das von einem Lehrer damit beauftragt wurde, einen Aufsatz zu schreiben und ihn abzugeben. Sie schrieb für meinen Geschmack zu übertrieben vorsichtig - mit dem Ziel, bloß nicht zuviel über Gefühle und das Privatleben preiszugeben und bloß niemanden, der dort erwähnt wurde, auf die Füße zu treten. Im Laufe des Buches wird der Schreibstil etwas flüssiger und das Lesen fiel mir etwas leichter.Dieses Buch über Agatha Christies Leben umfasst 535 Seiten. Viele Seiten davon hätte ich mir gern erspart, denn langatmige Beschreibungen von Kindheits-Erlebnissen, nicht sehr interessanten Ereignisse in ihre Jungmädchenzeit und auch archäologische Fachsimpeleien ließen mich hin und wieder aufseufzen und ungeduldig werden. Eine Autobiografie als solche muss natürlich nicht unbedingt spannend wie ein Krimi geschrieben werden, doch wenn Agatha Christies Biografie schon in Form einer Erzählung erscheint, so sollten wirklich interessante Lebenserfahrungen überwiegen und diese nicht von massenhaften Nebensächlichkeiten überschattet werden.Agatha Christie konnte offenbar gut französisch sprechen, doch überforderte sie so manchen Leser, wenn sie ganze Sätze in französisch in ihre Erzählung einfließen ließ, ohne dass ein nicht französisch sprechender Mensch die Übersetzung kennt.Für Agatha Christie-Interessierte ist es zwar nicht uninteressant, das dicke Buch zu lesen, um einiges mehr über Agatha Christie zu erfahren als nur Daten und Fakten. Agatha Christie hätte jedoch meines Erachtens eine interessantere und tiefgehendere autobiografische Erzählung verdient. Agatha Christie betonte in ihrem Buch mehr als genug, dass sie sich nicht als Schriftstellerin betrachtete. Diese übertriebene Bescheidenheit passt nicht zu dem Erfolg, den sie mit ihren Kriminalgeschichten hatte. Hätte ich niemals einen Krimi von ihr gelesen oder einen solchen von ihr als Film gesehen, sondern mir nur dieses Buch über ihr eigenes Leben zu Gemüte geführt, hätte ich ihr in diesem Punkt doch (fast) zugestimmt...
dieses buch ist bezaubernd und fesselnd zugleich - Das Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite in seinen Bann gezogen. Die Stationen Ihres erfüllten Lebens,die unbeschwerte Kindheit,die besondere Liebe zu ihrem Vater aber auch die schwärzesten Stunden ihres Lebens und die späte Liebe, zu ihrem zweiten Mann und ihre gemeinsamen Erlebnisse und natürlich der behutsame Werdegang von einer unbekannten Schriftstellerin, zur bekanntesten Autorin aller Zeiten, sind in dieser Biographie wunderbar lebendig erzählt. Ein mitreißendes Buch voller lebendigkeit.
Unglaublich lebendig erzähltes Lebensabendteuer - Ich muss gestehen, ich habe dieses dicke Buch (528 Seiten) in der Mitte angefangen zu lesen. Mich hat interessiert, wie Agatha Christie zu einer so großen Schriftstellerin wurde. Ihre Kindheit fand ich zuerst nicht so interessant. Aber das war ein schwerer Fehler. Dieses Buch ist eine unendliche Ansammlung von Anekdoten. Witzig, traurig, interessant, ein unglaublich intensives Lesevergnügen. Niemand muss sich bei diesem Buch durch elendich langweilige Kindheitserinnerungen quälen, nein, man bekommt einfach nicht genug davon. Nebenbei gibt es Tipps zum Schreiben, eine (ehrlich) schockierende Abhandlung über die Todesstrafe, zwei Ehemänner zwischen England und Ägypten, unendlich viele Reisen, Liebe, Hass, Enttäuschungen und jede Menge - Häuser.