
Sehr gutes Werk! - Als absoluter Neuling auf der Uni quasi zum Kauf des Alberts überredet bereute ich diese Investition nicht. Das Buch war für mich, obwohl ich in der Schule nur sehr wenig von Biologie mitgenommen habe, leicht und vor allem sehr spannend zu lesen. Absolut beste Prüfungsvorbereitung. Dank der interessanten Aufmachung für mich leicht und vor allem schnell zu lesen/lernen. Für mich das Standardwerk für Zellbiologie. Schmöckerte unlängst in der Zusammenfassung - sicherlich gut für die Wiederholung, aber die Ausführlichkeit des großen Alberts bleibt dabei natürlich zwangsweise auf der Strecke.Obwohl des hohen Ansachaffungspreises war diese Investition jeden Euro wert. Ebenfalls erwähnenswert scheinen mir hier die fantastischen Elektronenmikroskopbilder!
Molekularbiologie der Zelle by Bruce Alberts et al. - Nach dem Stryer Biochemie und dem Campbell Biologie ist der Alberts Molekularbiologie der Zelle der dritte Wälzer, der in den Lebenswissenschafts-Abteilungen der Buchläden die Regale belastet. 1800 Seiten und etwa vier Kilogramm Gewicht: Das ist heutzutage der Standard eines Lehrbuchs. Standard sind auch den Inhalt zusammenfassende Überschriften, viele bunte Bilder, ein Glossar und eine begleitende CD-ROM. Standard sind weiterhin Autoren- und Übersetzerkollektive, beim Alberts besteht letzteres aus 13 Personen. Allen drei Wälzern gemeinsam ist ein, im Vergleich zur Qualität, geringer Preis. Die gebundene Ausgabe des Alberts kostet 109 Euro. Alle drei Wälzer ähneln sich also. Abgesehen davon, daß die Themen unterschiedlich gewichtet werden - im Stryer finden Sie naturgemäß mehr über Biochemie als im Campbell - liegen die Unterschiede in den Details. Der Campbell hat zwei Lesezeichen in gelb und grün, der Alberts nur eines in weiß. Der Campbell nutzt die ganze Seite, beim Alberts ist rechts beziehungsweise links ein breiter Streifen frei, in den oft erläuternde Abbildungen eingeschoben werden. Der Campbell hat die schöneren Bilder (Kunststück, bei dem Thema!), vielleicht deswegen verkauft er sich auch am besten. Schwächen im Detail. Beim Alberts sind mir einige kleinere Schwächen aufgefallen. Beispiel auf Seite 571: ...und es ist relativ einfach, ein Enzym zu finden, dessen Restriktionsfragment ein bestimmtes Gen enthält. Es müßte wohl Restriktionsfragmente heißen. Oder auf Seite 577: ...Phenol ist ein wirksames organisches Lösungsmittel. Was heißt wirksam? Oder auf Seite 588: Obwohl die vergleichende Analyse von Genomen eine Menge an Informationen über die Beziehung zwischen Genen und Organismen liefert, kann sie häufig keine Aussage darüber treffen, was diese Gene tun und welche Funktion sie in der Physiologie eines Organismus haben. Hier sind wohl die Genprodukte gemeint. Und weiter unten verwenden die Autoren auch noch ein Übelwort aus den Sozialwissenschaften: Kontext. Pfui! Im Großen und Ganzen habe ich den Eindruck, daß im Alberts derartige Fehler häufiger auftauchen als im Stryer oder Campbell. Auch Druckfehler sind mir hier häufiger aufgefallen als in den anderen beiden Werken. Am Ende jedes Abschnitts faßt der Alberts den Inhalt noch einmal zusammen. Eine Liste von Verständnisfragen, wie sie der Campbell bietet, fehlt allerdings, ebenso Hinweise auf Forschungsfragen. Der Alberts beschränkt sich auf die Darstellung des schon Gesicherten. Er wirkt dadurch konventionell, was durch die trockene Art der Darstellung noch verstärkt wird. Immerhin: Der Alberts stellt etwas dar. Sein Informationsgehalt ist ungeheuer. Klar ist indes eines: Die aufgezählten Mängel setzen den Wert von Molekularbiologie der Zelle nicht ernsthaft herab. Das Buch ist sein Geld wert.
Das beste Gesamtwerk über Zellbiologie - Dieses Buch vermittelt das Basiswissen der Zellbiologie zweifellos am Besten. Jedes Kapitel beinhaltet Querverweise zu vorherigen und folgenden Kapiteln, sodass sich beim Lesen nach und nach ein Gesamtverständis über Struktur und Funktion der Zelle bildet. Absolut unschlagbar sind die nahezu selbsterklärenden Abbildungen, die auch schwierige Sachverhalte auf einen Blick verständlich machen.Als bemerkenswert empfinde ich, dass gelegentlich wissenschaftliche Zweifel und Hypothesen erwähnt werden. Dies zeigt dem Leser, dass das neuere Wissen keinesfalls immer fest sondern im Fluss ist. Auch sich mittlerweile als falsch herausgestellte Fakten werden daher nebenbei erwähnt.Viele Ausflüge in die Medizin, wie durch defekte Zellbestandteile ausgelöste Krankheiten zeigen die Bedeutung der Zellbiologie und sorgen für spannende Sidekicks.Wie schon andere Rezensenten erkannt haben, handelt es sich hier nicht um ein Fast-Food-Bio-Buch. Es richtet sich eher an Studenten im Hauptstudium, die ein fast allumfassendes Grundverständnis der Zelle erlangen wollen. Dies fordert viel Zeit und Geduld. Dies wird aber durch ein Vielfaches an erlebter Faszination des Wunders Zelle belohnt.
Nichts für Studenten mit chronischem Zeitmangel - Das Buch bietet mit Sicherheit viele Informationen zum Thema Molekularbiologie, wenn auch nicht alle. Es liest sich auch sehr schön, aber das große Manko, ist für mich (und das ist den meisten amerikanischen Lehrbüchern leider gemein) die ausschweifenden Beschreibungen und ständige Wiederholungen ohne dabei den Kern des ganzen zu treffen. Man ist auch teilweise etwas irritiert, was von dem was auf etlichen Seiten ausufend beschrieben steht ist tatsächlich auch wichtig. Mit dem Buch fällt es häufig schwer das zu entscheiden. Was ich mit all dem sagen will ist, dass die Faktendichte sehr gering ist und man dementsprechend viel lesen muß.Wenn man schnell gezielt etwas nachlesen möchte (weil einem etwas in der Vorlesung unklar war etc.),hat man praktisch keine Chance.Für die Vorbereitung auf Klausuren und Prüfung ist der Alberts, meiner Menung nach, daher nicht zu empfehlen. Denn sich durch das Herumrhabarbern hindurch zu lesen verbraucht sehr viel Zeit.(Ich kenne leider nur die deutsche Ausgabe, aber die englische vom Lodish. Und die ist leider, wenn auch nicht perfekt (auch hier könnte man kürzen und das Inhaltsverzeichnis ist eine kleine Katastrophe, das im Alberts ist definitiv brauchbarer) doch besser und zum Teil auch genauer.)Die Bewertung mit nur 3 Sternen ist relativ gering, aber Sinn und Zweck eines solchen Buches ist es nicht ein unterhaltsame Abendlektüre darzustellen, sondern ein brauchbares und handhabbares Buch für Studenten. Und das ist leider misslungen.
nichts für absolute Neulinge! - Der Alberts ist mittlerweile zu dem Klassiker der Zellbiologie geworden, nicht zuletzt aufgrund seiner hervorragenden Didaktik. Nichtdestotrotz gibt es 2 Sterne Abzug für die deutsche Ausgabe, weil die Übersetzung sehr schlampig durchgeführt wurde und v.a. Abbildungen oft völlig falsch und sinnentstellend beschriftet sind. Damit ist das Buch zwar zum Lernen immer noch ok, allerdings eignet es sich nicht zum schnell nochmal nachschauen, weil man dabei i.d.R. mehr auf Abbildungen schaut und sich dadurch genau das falsche merken würde. Schade, dass bei einem Buch dieser Preisklasse nicht besser Korrektur gelesen wird!